Adrian Stalder, 23. Sep­tember 2015

Sen­sibel oder dominant, men­schen- oder sach­ori­en­tiert? Jeder Mensch hat seine eigene Per­sön­lichkeit, ent­spricht einem anderen Typus und will ent­spre­chend behandelt und wahr­ge­nommen werden. Nur dann fühlt er sich akzep­tiert und respek­tiert.

Quelle: http://www.computerworld.ch/partnerzonen/blogs/artikel/keiner-tickt-gleich-fuehren-mit-der-jung-typologie-68862/

Konrad Ade­nauer soll einmal gesagt haben: «Nehmen Sie die Men­schen, wie sie sind, andere gibt es nicht.» Wie recht er hatte. Gerade, dass die Men­schen so unter­schiedlich sind, macht die Mit­ar­bei­ter­führung so schwierig, aber auch so spannend. Psy­cho­lo­gie­affine Per­sonen haben sich immer schon Gedanken darüber gemacht, wie sich die unter­schied­lichen Cha­raktere klas­si­fi­zieren lassen. Bereits zur Zeit von Hip­po­krates – im 5. Jahr­hundert vor Christus – gab es erste Per­sön­lich­keits­theorien. Auch heute wird gern auf Modelle zurück­ge­griffen, die dabei helfen, Men­schen im per­sön­lichen Arbeits­umfeld «zu lesen», um sie besser ver­stehen und ihre Emo­tionen und Reak­tionen besser ein­stufen zu können. Ziel ist es, die eigenen Reak­tionen als Füh­rungs­person indi­vi­duell darauf abzu­stimmen.

Eines dieser Modelle nennt sich «Typo­logie» und wurde vom Schweizer Psy­cho­logen Carl Gustav Jung ent­wi­ckelt. Auch wenn in der Rea­lität natürlich viele Misch­formen exis­tieren, kann dieses Modell den Umgang mit den Mit­ar­bei­tenden im Alltag erleichtern.

Die vier ver­schie­denen Typen

Der Macher: Als extro­ver­tierter und sach­ori­en­tierter Cha­rakter macht er sehr schnell auf sich auf­merksam. An Mee­tings fällt der Macher durch sein klares und ent­schie­denes Auf­treten auf. Er for­mu­liert deutlich und nach­drücklich seine For­de­rungen und kom­mu­ni­ziert meist in kurzen, knappen Sätzen. Gegenüber diesem Typus Mensch braucht es als Vor­ge­setzter eine sichere und offene Ansprache auf Augenhöhe. Lange Erklä­rungen und umfang­reiche Unter­lagen lang­weilen ihn. Auch wenn es nicht immer einfach ist, mit seiner for­dernden Art umzu­gehen, wird seine Offenheit geschätzt. Vor allem, wenn es um Ent­scheide oder Ver­än­de­rungen geht.

Der Unter­halter: Dieser Cha­rakter ist zwar auch extro­ver­tiert, gleich­zeitig aber men­schen­ori­en­tiert. Er sieht sich selber gerne im Mit­tel­punkt, gibt sich immer sehr gesprächig, ist wort­ge­wandt und hält im Alltag für jede Gele­genheit den pas­senden Spruch bereit. Damit ist der Unter­halter der ideale Prä­sen­tator an Mee­tings. Ord­nungs­lie­bende sehen in ihm eher den Chaoten und Viel­redner und nehmen ihn als eher ober­flächlich wahr. Geschätzt wird sein visu­elles Flair – Bilder sprechen ihn mehr an als Worte –, seine krea­tiven Inputs und sein Ideen­reichtum.

Der Unter­stützer: Dieser eben­falls men­schen­ori­en­tierte, aber eher intro­ver­tierte Typ ist ruhig, ver­ständ­nisvoll und hilfs­bereit. Geschätzt wird seine Pünkt­lichkeit und Zuver­läs­sigkeit, vor allem dann, wenn es um Rou­ti­ne­ab­läufe geht. Als guter Zuhörer fördert er Werte wie Har­monie und Sta­bi­lität im Team und gilt als guter Ver­mittler und Diplomat. Streit und Kon­flikten geht er aber lieber aus dem Weg und Ver­än­de­rungen ziehen ihm den Boden unter den Füssen weg. Auch wenn der Unter­stützer mit Kritik nicht sehr gut umgehen kann, wird er dank seiner hohen Sozi­al­kom­petenz sehr geschätzt.

Eben­falls intro­ver­tiert, aber sach­ori­en­tiert ist der gewis­sen­hafte Denker. Er bereitet Bei­träge genau vor und geht den Dingen auf den Grund. Dieser Typus wird als struk­tu­rierte und fach­kom­pe­tente Per­sön­lichkeit geschätzt – auch wenn der Drang zum Sammeln von Daten und Fakten sowie sein Hang zur (Über-)Perfektion von den Kol­le­ginnen und Kol­legen manchmal belä­chelt werden. Den Denker sollte man nicht fragen, wie es ihm geht, sondern, was er heute vorhat.

Warum ist Führen so schwierig?

Men­schen sind vor allem eines: sehr ver­schieden. Das betrifft die Chefs wie auch die Mit­ar­beiter. Der Erfolg einer guten Füh­rungs­per­sön­lichkeit basiert darauf, ent­spre­chend zu agieren. Mehr über die vier Chef­typen und ihre Stärken- und Schwä­chen­profile sowie zahl­reiche Pra­xis­tipps für die direkte Umsetzung der Typo­logie im Alltag, sei es für Mee­tings, Feedback- Gespräche oder Coa­chings, erfahren Sie am Digicomp Lea­dership Day.

Digicomp Lea­dership Day, 28. Oktober 2015

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